Margarete Hentze

von Christine Warcup (Kommentare: 0)

Margarete Hentze … lebt und arbeitet als Multimediakünstlerin und Filmemacherin in München und Berlin. Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf partizipatorischen Kunstprojekten mit sozialer und gesellschaftlicher Implikation, auf Kommunikation und der Beziehung von Mensch und Natur.

Der Dokumentarfilm FREISTUNDE – Doing Nothing All Day ist Margarete Hentzes Debütfilm, in den das Kunstprojekt Demokratie auf Super8 integriert wurde – das erste Projekt des Künstlerkollektivs democraticArts.org

Die fiktive Rahmenhandlung basiert auf ihrer Erfahrung als Mutter und Kunstpädagogin.

https://vimeo.com/ondemand/freistunde

https://vimeo.com/ondemand/doingnothingallday

Der partizipative Dokumentarfilm FREISTUNDE geht von der Prämisse aus, dass Menschen am effektivsten und nachhaltigsten in aktiven Prozessen lernen, die etwas mit dem eigenen Leben zu tun haben. Unter diesem Blickwinkel nimmt er staatliche und private Schulen unter die Lupe, die selbstbestimmtes Lernen auf der Basis demokratischer Schulstrukturen fördern. Jeder Ansatz ist wertvoll und soll ermutigen neue Wege des Lernens zu wagen. Einige Schulen bezeichnen sich als demokratische Schulen, weil in ihren Gremien alle Mitglieder gleiches Stimmrecht haben und die Schüler ihre Lernbegleiter, ihre Kurse und ihren Stundenplan selbst wählen.

Die Behauptung, dass Kinder an solchen Schulen nichts lernen, ist weit verbreitet: Doing Nothing All Day
Handelt es sich bei dieser Sorge um ein Vorurteil, oder entspricht es doch der Realität?

FREISTUNDE folgt der fiktiven Suche einer Mutter nach der geeigneten Schule für ihren Sohn. Dabei besucht sie in Israel, Deutschland und England private und öffentliche Schulen, die durch demokratische Strukturen selbstbestimmtes Lernen ermöglichen.

In “demokratischen Schulen” ist es Kindern erlaubt zu lernen was, wann und wie sie möchten. Sie legen die Regeln fest und bestimmen ihren Lernfortschritt selbst. Der provokante Titel des Films spielt mit dem verbreiteten Vorurteil ihres Tagesablaufs. Doch zeigt der Film, dass die jungen Menschen lernen dieses demokratische System mit all seinen Herausforderungen zu meistern.

Experten kommen zu Wort wie u.a. Yaakov Hecht, Mitgründer der ersten demokratischen Schule Israels und des Instituts für demokratische Lehrerbildung, Prof. Wolfgang Edelstein, Mitgründer des Max Planck Instituts für Bildungsforschung Berlin, der Neurologe Gerald Hüther, Andrea Oestreicher, Lehrerin an einer staatlichen Schule und Dozentin an der LMU München und Leonhard Turton, ehemaliger Lehrer der Summerhill School, UK. Das Regieteam von Margarete Hentze und Yuval Tzafrir, mit Sanne Kurz an der Kamera erweitert mit dem Dokmentarfilm FREISTUNDE den Bildungsdiskurs um die demokratische Bildung.

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